
Aus der Geschichte des Dorfes
- 1800 Jahre v. d. Zeitrechnung – jüngste Steinzeit
Großsteingräber i. d. Fuchstannen und in der Nähe von Karckow und Spitzkuhn
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- 1000 Jahre v. d. Zeitrechnung - Bronzezeit
Hügelgrab mit Kastanie in Spitzkuhn, bronzezeitlicher Kultplatz,
großer Findling und Schälchenstein in der Bollewicker Feldmark.
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- 600 Jahre vor der Zeitrechnung – Ältere Eisenzeit
Urnenfeld in Bollewick
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- 1261 Erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Nädebuh (Nätebow)
bei der Festsetzung der Grenzen der Feldmark von Röbel.
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- 1331 Bau der Kirche in Nätebow;
Conrad von Büne, Ritter des Fürsten von Werle erbaute die Kirche in Nätebow. Er ist Besitzer des Dorfes
Nätebow und des Gutes Bollewick.
Das slawische "Nedebu" war einst ein selbst ständiger Ort neben Bollewick.
Das Gut Bollewick lag ursprünglich weiter westlich, direkt am Wachstower See.
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- 1432 Zeit des Raubrittertums.
Es besteht ein Zustand völliger Anarchie und des Faustrechtes.
Ein Waffenhaus wird an die Kirche angebaut.
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- 15+16 Jahrhundert – der Besitz des Dorfes wechselt häufig
an verschiedene kirchliche und weltliche Fürsten.
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- 1604 Pestjahr - ein Höhepunkt der Hexenverfolgung
Nach dem 30 - jährigen Krieg nehmen die Hexenprozesse zu.
Zwischen den Jahren 1500 und 1700 werden nachweislich
4000 Hexenprozesse geführt. 2000 Mensch fanden den Tod.
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- 1618 -1648 30 jähriger Krieg
Zu Beginn des 30- jährigen Krieges wohnten 12 Bauern im Dorf Nätebow
Am Ende des Krieges ist das Dorf abgebrannt und verwüstet.
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- Eine Frauen aus Nätebow/Bollewick wurde der Hexenprozess
gemacht:
1632: Frau Anna Meltzowen
Ob diese Frau verurteilt wurde, kann nicht nachgewiesen werden.(Siehe Museum der Alten Burg in Penzlin)
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- 1682 Der brandenburgischen Rittmeisters Kaspar Christoph von Langermann wurde Eigentümer des Gutes.
- 1702 Kaspar Christoph von Langermann konnte alle anderen Anteile im Ort erwerben.
Seine nachfahren hatten mit den Dörfern Bollewick, Carlshof, Dambeck, Karchow, Erlenkamp und Spitzkuhn neben Nätebow eine ansehnliche begüterung von 3300 Hektar.
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- 1733 Gutshof und Tor in Spitzkuhn erbaut
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- 1786 Der Hof Bollewick wird auf den jetzigen Standort verlegt.
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- 1800 Eine Windmühle wir auf dem Berg in Bollewick errichtet.
(Berg – jetzt das Heckenlabyrinth)
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- Anfang des 1900 Jahrhunders gab es eine Ziegelei in Nätebow
(auf den jetzigen Gundstücken Ihrke, Dabelstein Bressler)
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- 1816 Am 13.Oktober hebt Ferdinand von Maltzahn als Erster die Leibeigenschaft auf seinen Gütern auf.
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- 1848/49Die Revolution bildet den Höhepunkt im Prozeß der bürgerlichen Umwälzung.
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- 1850
Nätebow 129 Einwohner
Bollewick 18 Einwohner
Spitzkuhn 56 Einwohner
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- 1867 Der Baron Wilhelm von Langermann zu Erlenkamp und Spitzkuhn lies eine befestigte Straße zwischen den beiden Hauptbetrieben Dambeck und Bollewick auf einer Länge von ca 6.500 m und einer Breite von 3 m aus zugeschlagenen Steinen erbauen.
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- 1881 In der Zeitung "Der Mecklenburger" ist im Juni-Heft 1881 folgendes zu lesen:
"Der Baron von Langermann -Erlenkamp und Dambeck, erbaut auf seinem Hof Bollewick ein Gebäude von gerade kolossalen Dimensionen. Es wird ohne Frage, das größte Gebäude dieser Art in ganz Mecklenburg und gewissenermaßen ein Landwunder sein."
Am Ende maß das Gebäude aus hiesigen Feldsteinen dann 125 mal 34 Meter und veränderte entscheidend das Dorfbild.
- 1905 Nätebow 7 Einwohner
Bollewick 132 Einwohner
Spitzkuhn 43 Einwohner
- 1914 - 1918 Im ersten Weltkrieg brach die Ernährungswirtschaft zusammen. Der furchtbare
Hungerwinter 1916/1917 wurde als "Steckrüben Winter" bezeichnet.
Das Kriegsdenkmal 1914 - 1918 vor der Nätebower Kirche erinnert noch an die Opfer
des ersten Weltkrieges.
- 1925 Nätebow 2 Einwohner , im Haus, Röbeler Str.4, befindet sich bis 1929 die Küsterschule
Bollewick 138 Einwohner
Spitzkuhn 29 Einwohner
- 1.Juli 1927 Gründung des "Motorspritzenverbandes für Röbel und Umgebeung". Auch die
Landgemeind Bollewick, mit Nätebow und Spitzkuhn gehörten dazu.
Die Löschgeräte befanden sich in einer Ecke auf der Giebelseit der Feldsteinscheune.
Vermutlich waren die Gutsleute vom Hof Bollewick in einer Pflichtfeuerwehr.
- 1930/31 war der Besitz von Freiherr von Langermann-Erlenkamp so überschuldet, dass die
Landsiedlungsgesellschaft "Hof und Hufe" den besitz in Spitzkuhn, Bollewick und Nätebow
übernahmen und 72 Siedlungen errichten ließ.
Insgesamt betrug die Betriebsfläche der neu angesiedelten Bauer 1.132 ha und sie hatten
nach den Reichsnährstandsakten 1938/39, 169 Pferde,596 Rinder und 932 Schweine
in ihrem Besitz.
262 Männer und Frauen waren in den Betrieben tätig.
Bei der Aufsiedlung des Gutes wurde die Feldsteinscheune einbezogen und durch
Teilung erhielten 7 Bauern darin ihre Wirtschaftsgebäude und der Resthof des letzten
Verwalters Stark auch die Wohnung.
Bei der Besiedlung des Gutes Bollewick wurde auch das Schulgebäude in Nätebow
(Röbeler Str.4) zu einer Siedlungsstelle gemacht.
Durch die Siedlungsgesellschaft wurde ein neues Schulhaus
errichtet.
- 1932 Am 3. Dezember, wird die neue zweiklassige Schule an der Spitzkuhner
Str. 19 eingeweiht. Lehrer Drews sprach Worte der Begrüßung.
- 1939-1945 Zweiter Weltkrieg
Am 29.April 1945 zogen die letzten faschistischen Truppen durch das Dorf
2.Mai 1945 Befreiung des Dorfes vom Faschismus durch die Sowjetarmee
- 1945 - 2011 Bürgermeister
Herr Erich Läufer
Herr Horst Frahm
Herr Grede
Herr Artur Radke
Frau Heidi Bachmann
Frau Claudia Sprick
Frau Regina Albrecht
Herr Bertold Meyer
- 1946 Gründung der VdgB/BHG (Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe/
Bäuerliche Handelsgenossenschaft)
Bereitstellungvon Gerätschaften für den Ackerbau, Nutz-und Zuchtvieh,
sowie Saatgut, gegenseitige Hilfe auf den Feldern.
Vorhandene Einrichtungen in Bollewick:
Schmiede (Luis Köster) mit Ausschank und Post
Lohndrusch und Holzschnitt (Heinrich Sonnenburg)
Kaufmannsladen (Fritz Meyer)
- 1952 Gründung der LPG Typ I Bollewick (Landwirtschaftliche
Produktionsgenossenschaft)
Zusammenschluss der Einzelbauern zur gemeinsamen Bewirtschaftung der Felder. Tiere
blieben in Privatbesitz .
Daraus entstand 1957 die LPG Typ III "7 November".
Die Scheune wurde Stück für Stück umgebaut, um die Tierbestände
unterzubringen.
- 1962 Bau des Kindergartens (Spitzkuhner Str.3)
- 1968 Umbau der Feldsteinscheune zu einer Michviehanlage mit 650 Kühe
Ganzjährige Stallhaltung
- 1971 Bau der Konsumverkaufstelle (Spitzkuhner Str.22)
- 1972 Gründung der ZGE Milchproduktion Bollewick (Zwischengenossenschaftliche Einrichtung)
- 1973 Bildung der Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion (KAP)
- 1976 Zusammenschluss der LPG (T) Kambs mit der LPG (T) Bollewick
Bau eines Lehrlingswohnheimes (Röbeler Str. 64)
- 1978 Ausbau Kindergarten und Kinderkrippe (Spitzkuhner Str.3)
Gründung der Firma Hinrichsen (Autokonservierung)
- 1985 Gründung der Firma Bautischlerei-Stellmacherei, Hans-Ulrich Risch
- 1986 725 Jahrfeier Bollewick, mit historischem Umzug. Spiel und Tanz in NVA-Zelten auf dem alten
Schulgelände.
Bis 1986 wurden in der Gemeinde 15 Eigenheime gebaut und ein Jugendklub eingerichtet. In der Gemeinde
leben 384 Bürger, davon im Ortsteil Spitzkuhn 62 Bürger.
- 1989 Friedliche Revolution in der DDR
1990 DDR tritt der Bundenrepublik bei
1991 Wahlen: Bertold Meyer wird Bürgermeister
1991 Liquidation der LPG Bollewick. Die Gemeinde Bollewick übernimmt die Scheune, und damit auch ein Berg von Altlasten.
Es wird nach einer neuen Nutzung des historischen Bauwerkes gesucht.
Eine Gruppe um den Bürgermeister Bertold Meyer gründeten den Verein "Arbeits-und Ausbidungsinitiative e.V." (BAB).
Es siedeln sich neue Landwirtschaftsbetriebe in Bollewick an.
- Wiedereinrichter: GbR Ebel/Vogler in Nätebow (später GbR Dabelstein)
- Landwirtschaftsberieb: Kostos/Ortmann in Spitzkuhn
- 1992-1995 Rekonstuktion der Scheune
Über 1000 Tonnen Beton werden aus der Scheune geschafft.
Das Güllesiloe entfernt, das Erdreich um die Scheune abgetragen, der Teich ausgebaggert, der
Dachstuhl rekonstruiert.
- 1994 Die erste Messe "Made in Mecklenburg" und erste Kunstausstellung wird
eröffnet.
Es wird ein voller Erfolg.
Eine Idee nimmt Gestalt an.
- 1996 Die Freiwillige Feuerwehr Bollewick zieht in die Scheune ein.
- 1997 Erste Mieter ziehen in dei Scheune ein.
Der Verein wir mit dem Tat-Orte Preis ausgezeichnet. Ein Projekt der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt in Kooperation mit dem Deutschen Institut für
Urbanistik.
- 1999 Der Ausbau des Erdgeschosses ist abgeschlossen.
Im Herbst wird mit dem Ausbau des Dachgeschosses begonnen.
- 2000 Das Scheunen-Hotel Reschke und die Regionalschau "Die mecklenburgische Seenplatte stellt
sich vor" werden Anfang April eröffnet.
Erneut erhält die gemeind den TAT-ORT Preis.
- 2001 Die Scheune wird 120 Jahre alt.
Über 20 Gewerbetreibende sind in der Scheune etabliert.
Im Dorf entstehen neue Eigenheime und viele Handwerksberiebe und Gewerbetreibende
wurden ansässig.
- Es wird mit dem Bau der "Gläsernen Schlachterei" begonnen.
- 2007 Beschuß der Gemeinde: Bollewick soll Bio-Energie-Dorf werden.
1. Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach der Landwerkstätten und dem Scheunendach
2. Errichtung von 2 Bio-Gas-Anlagen
- 2009 Bollewick und Kambs mit dem OT Wildkuhl wird ein Dorf.
Bollewick zählt jetzt 646 Einwohner.
- 06.07.2010 Grundsteinlegung der Bio-Gas-Anlage auf dem Bauernhof von Henk van der Ham
- 06.05.2011 In Betriebnahme der Bio-Gas-Anlage auf dem Bauernhof von Henk van der Ham
06.05.2011 Grundsteinlegung der Bio-Gas-Anlage auf dem Bauernhof von Dabelstein
- 2011
Bollewick ist 750 Jahre alt.
Die Kirche in Nätebow ist 680 Jahr alt.
Die Scheune ist 130 Jahre alt.
Wenn das kein Grund ist zu feiern!
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letzte Änderungen: 5.7.2011 10:09
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